Der Unterkiefer des Mitte Februar vor Sylt gestrandeten Pottwals wird derzeit von einem Spezialisten für Wale in Bremerhaven präpariert.
Das Fleisch muss abfallen
Der Kiefer liegt nun in einem Wasserbecken, das auf 55 Grad erhitzt wird. In ein paar Wochen ist dann das Fleisch abgefallen. Der saubere Knochen wird schließlich entfettet.
Kiefer wird in List ausgestellt
Es gibt auch schon Pläne, was mit dem riesigen Kiefer des Pottwals geschehen soll: Er wird ab Winter 2027 im Erlebniszentrum in List auf Sylt ausgestellt.
Echte Zähne werden ersetzt
Die Zähne aus Elfenbein würden durch unechte Zähne aus Kunststoff oder Holz ersetzt, erklärt Matthias Strasser – Geschäftsführer des Erlebniszentrums Naturgewalten Sylt. So will man Diebstählen vorbeugen.
Wal wurde von eigenem Gewicht erdrückt
Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) geht davon aus, dass der 20 Tonnen schwere Pottwal bei Ebbe an seinem eigenen Gewicht erstickt ist. Warum er in die Nordsee schwamm, ist unklar.
Der Klimawandel, gestörte Magnetfelder oder der Schiffsverkehr kommen als Gründe infrage.
Anhand von Gewebeproben wollen Forscherinnen und Forscher herausfinden, woher der Pottwal stammte und ob Chemikalien oder andere Schadstoffe nachweisbar sind.
(Quellen: SPIEGEL Panorama und NDR)
Ein weiterer Spezialist aus Bremerhaven
Als ich die Nachricht vom Bremerhavener Präparator gelesen habe, dachte ich sofort an unseren guten Freund und Wal-Experten Günther Behrmann. Auch er lebt in Bremerhaven und hat während seines langen Berufslebens schon zig Wale zerlegt und präpariert. Mit seinen über 90 Jahren ist Günther zwar immer noch an Themen über Wale und Delfine interessiert, doch das Zerlegen der Meeressäuger überlässt er nun anderen.
Lesetipps
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