Vor Kurzem habe ich über die bedrohten Flussdelfine in Südamerika berichtet.
Wale in Chile
Heute geht es erneut nach Südamerika und zwar zu den riesigen Verwandten der Delfine: den Großwalen.
Von 87 bekannten Walarten sind etwa die Hälfte in chilenischen Gewässern unterwegs.
Die chilenische Küste mit einer Länge von 6.000 Kilometern ist ein wichtiger Lebensraum für die Meeresgiganten, weil er Wanderkorridore, Aufwuchsgebiete und Futterplätze bietet.
Schiffskollisionen an der chilenischen Küste
Doch dieser Lebensraum ist bedroht, denn nirgendwo sonst sterben so viele Wale durch Schiffskollisionen wie an der chilenischen Küste.
Untersuchungen aus den letzten 50 Jahren haben ergeben, dass fast ein Drittel (63 von insgesamt 226 registrierten Tieren) der gefundenen toten Wale Verletzungen aufwies, die von einem Aufprall durch Schiffe herrührten.
Seeverkehr nimmt immer weiter zu
Der Seeverkehr hat weltweit zugenommen. Umso gefährdeter sind Wale.
Geschwindigkeitsbeschränkungen in walreichen Gebieten würden das Leben vieler Meerestiere schonen. Die Wale könnten die Gefahr früher erkennen und ausweichen. Kommt es trotzdem zu Zusammenstößen, ist bei geringerem Tempo zumindest die Wucht des Aufpralls nicht mehr so groß.
Intelligente Bojen
Eine weitere Schutzmaßnahme wäre, Bojen einzusetzen, die Walgeräusche registrieren. Die Daten könnten sofort an die Schiffsbrücken geleitet werden und die Kapitäne könnten aufgrund dieser Informationen Ausweichmanöver durchführen.
(Quelle: zdf.de)
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