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Buckelwal-Gesänge und menschliche Sprache


Laut einer Studie haben Rhythmus und Tonfolgen des Walgesangs Ähnlichkeit mit dem Aufbau der menschlichen Sprache.

Buckelwal-Kalb
(Foto: Roland Edler)

Kürzere Tonfolgen entsprechen kürzeren Wörtern

Buckelwale bauen öfter kürzere Tonfolgen in ihren Gesang ein.

Ihre Sprache kann man gut mit unserer vergleichen: Kürzere Wörter – wie zum Beispiel „und“ – kommen in unseren Unterhaltungen ebenfalls oft vor.

Auch der Rhythmus des Walgesangs ist Studien zufolge mit einem Modell der menschlichen Sprache vergleichbar.

Die Lautäußerungen der Wale gehören zu den komplexesten Formen der Kommunikation im Tierreich.

Lernen ist vergleichbar mit kindlichem Spracherwerb

Wie der Mensch beim kindlichen Spracherwerb lernen auch Buckelwale ihre Gesänge voneinander.

„Es gibt die Theorie, dass die Häufigkeit von diesen Tönen und die Kürze der bestimmten Töne auch die Art ist, wie Kinder sprechen lernen“, sagt Elena Schall – Meeresbiologin am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. „Allerdings beginnen Wale erst im ausgewachsenen Alter zu singen und lernen dabei in jedem Jahr einen neuen Gesang.“

Kommunikation ist Teil der Kultur

Die komplexeren Gesänge der erwachsenen Buckelwale dauern etwa 20 Minuten. Dabei werden einzelne Töne in bestimmten Abfolgen wiederholt.

Gleichaltrige Wale übernehmen die Gesänge von Artgenossen und verändern diese von Jahr zu Jahr.

„Sprache ist ein Teil unsere Kultur“, sagt Walforscherin Elena Schall, „das ist auch bei Tieren so, die Art der Kommunikation ist ein Teil ihrer Kultur. Je komplexer das Tier ist, desto komplexer ist auch die tierische Kultur.“
(Quelle: zdf.de)

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